Bürgermeister verkauft faire Wittstocker Stadtschokolade im Weltladen
Wittstocks Bürgermeister Dr. Philipp Wacker und die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Wittstock-Ruppin, Carola Ritter, treffen sich am Donnerstag, 20. August 2026, im Wittstocker Weltladen in der Gröperstraße 20, um dort gemeinsam zu verkaufen. Verabredet haben sie sich hierfür beim 10jährigen Jubiläum des Weltladens in der Dossestadt. Beide möchten mit der Aktion den Fairen Handel unterstützen, der sich besonders für benachteiligte Kleinbauern und Produzenten im globalen Süden einsetzt.
Der Weltladen, in dem nur Ehrenamtliche verkaufen, ist laut Mitarbeiterin Roswitha Görn, mit seinem solidarischen Einsatz ein wichtiger Ort in Wittstock/Dosse, aber manchmal mangle es an Kunden. Diesem Umstand wollen Dr. Philipp Wacker und Superintendentin Carola Ritter mit ihrem persönlichen Engagement entgegenwirken und hoffen zwischen 10 Uhr und 13 Uhr auf regen Besuch.
Dazu erwartet die Kunden auch ein ganz besonderes Angebot: Am 20. August wird erstmals die neue Wittstocker Stadtschokolade verkauft. Es gibt sie in den Geschmacksrichtungen Vollmilch und Zartbitter. Das Besondere: Die Schokoladentafeln tragen jeweils eine gemalte Stadtansicht auf der Vorderseite, die von Christine Meyer aus Jabel zur Verfügung gestellt wurde. Kunst und Schokolade in einem – das perfekte Geschenk, meint Marion Duppel vom Weltladen, die die Faire Stadtschokolade mit auf den Weg gebracht hat. Die Stadtschokoladen sind bio und fair gehandelt.
Noch immer arbeiten rund 1,5 Millionen Kinder, allein in Westafrika, unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen. 95 Prozent dieser Kinder verrichten körperlich sehr anstrengende und gesundheitsgefährdende Tätigkeiten. Sie versprühen gefährliche Pestizide auf Kakaopflanzen, ernten mit scharfen Macheten die Kakaobohnen und schaffen sie in schweren Säcken von den Plantagen. Abgesehen von den körperlichen Strapazen, entlässt auch der häufig eingeschränkte Zugang zu Bildung die Kinder nicht aus diesem Teufelskreis.
Gegen Kinderarbeit helfen vor allem faire Kakaopreise – doch die sind die Ausnahme. In der fairen Stadtschokolade jedoch steckt garantiert keine Kinderarbeit. Keine Kinder- und Zwangsarbeit, gerechte Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen, langfristige Lieferverträge und der Schutz der Umwelt, sind einige der Kriterien des Fairen Handels. Das Unternehmen GEPA, das die Stadtschokolade produziert, betreibt ausschließlich Fairen Handel und hat schon über 50 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet.
Bei der Verpackung der Fairen Stadtschokolade wird auf Umweltfreundlichkeit Wert gelegt. Beim Innenwickel handelt es sich um die umweltfreundliche Naturflex-Folie, die zu 90-94% aus nachwachsenden Rohstoffen (Cellulose) besteht. Sie ist biologisch abbaubar und gemäß EU-Norm EN 13432 kompostierbar. Demnach sind 90% der Folie spätestens nach 90 Tagen verrottet.
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