Beratung zur Einsichtnahme in Stasi-Akten und zu SED-Unrecht
Das Beratungsteam der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Wittstock/Dosse und Umgebung zur Beratung vor Ort ein. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR politisch verfolgt wurden und/oder Einsicht in ihre Stasiakten beantragen möchten, sowie an deren Angehörige.
Die Beratung wird kostenfrei angeboten.
Termin: Dienstag, 21. Oktober 2025
Ort: Touristinformation, Am Bahnhof 2, 16909 Wittstock/Dosse
Zeit: 14:00 bis 18:00 Uhr
In Einzelgesprächen können insbesondere folgende Themen besprochen werden:
Einsicht in die Stasi-Unterlagen
> Antragstellung (einschl. Decknamen-Entschlüsselung und Wiederholungsanträge)
> Erläuterung zur Anonymisierung (Schwärzung)
> Antragstellung als nahe Angehörige von Verstorbenen
> Anträge für Forschung und Medien
Voraussetzung für die Antragstellung ist ein gültiges Personaldokument zur Identitätsbestätigung.
Beratung zu SED-Unrecht
> Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und
Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebende Leistungsansprüche
> verfolgungsbedingte Gesundheitsschäden
> psychosoziale Beratungs- und Hilfsangebote
Beratung zur Novellierung der Unrechtsbereinigungsgesetze
> Der Gesetzgeber hat am 30.01.2025 zahlreiche Verbesserungen zugunsten ehemals politisch Verfolgter beschlossen, die ab dem 01.07.2025 in Kraft treten.
> Bereits 2019 wurden die Rehabilitierungsmöglichkeiten für Betroffene, die in der DDR in Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen, Durchgangs- und Sonderheimen untergebracht waren sowie für Opfer von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes der DDR deutlich verbessert.
Für die Beratung werden im Vorfeld Termine vergeben. Ratsuchende sollten sich deshalb telefonisch unter 0331 / 23 72 92 17 oder per E-Mail unter anmelden.
Bild zur Meldung: Beratung zur Einsichtnahme in Stasi-Akten und zu SED-Unrecht













